Video und Computer

Täglich werden leistungsfähigere Arbeitsgeräte und umfangreichere Unterhaltungsmedien vorgestellt, so dass viele Konsumenten den Eindruck gewinnen werden, ein heute gekauftes Gerät, sei morgen schon veraltet. Tatsächlich ist eine Preisreduktion beim Discounter ein deutliches Zeichen dafür, dass Geräte einer neuen Generation anstehen und die Technologie weiter verfeinert wurde. Zu den Medien, die von Veränderungen am meisten geprägt werden, gehören Video und Computer. Nicht nur wird ein PC immer schneller und die Auswahl an Videofilmen stets größer, die entscheidende Veränderung findet sich im Systeminneren. So bringen Computer heute die zwanzigfache Leistung mit, als noch vor zehn Jahren. Wo früher eine Floppydisk drin steckte, konnten später CD-Rohlinge beschrieben werden. Selbst die Nachfolgetechnologie, der DVD-Brenner, gilt in Fachkreisen schon als überholt: Die Zukunft austauschbarer Medien scheint sich in Richtung USB-Sticks zu bewegen, während als Massenspeicher Flash-Drives und Hybridfestplatten mit gigantischen Speichervolumen in Frage kommen könnten. Allerdings ist der technische Fortschritt dermaßen schnell, dass eine verlässliche Voraussage fast unmöglich ist. Klar ist, dass im Bereich der Personal Computer immer höhere Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit gefordert wird und der Platzbedarf wie auch der Preis immer kleiner werden sollen.

Auch Videogeräte werden ihrem Namen je länger, desto weniger gerecht. Die klassische VHS-Kassette wurde unlängst von der DVD verdrängt. Die Bildqualität und die Lebensdauer einer DVD übersteigt jene eines Magnetbandes natürlich um Längen. Trotzdem scheint auch die DVD bald einer neuen Technologie weichen zu müssen: Die BlueRay-Disc verspricht gestochen scharfe Bilder und eine perfekte Tonqualität. Wie weit sich diese Neuerung in Zukunft durchsetzen wird steht aber noch in den Sternen, denn die Anschaffung neuer Geräte und den dazu passenden Medienträgern hängt nicht in erster Linie von deren Verfügbarkeit ab, sondern von den Möglichkeiten der potentiellen Käufer.

Dem Fortschritt stellt sich deshalb eigentlich nur der Konsument in die Quere: Dieser ist nämlich längst nicht mehr bereit, jeden technischen Generationswechsel mitzumachen. So hat sich manch einer nur ungern von der alten Video-Sammlung getrennt und wird kaum schon wieder bereit sein, die DVD-Sammlung duch BlueRay-Discs zu ersetzen. Wenigstens funktionieren die alten Discs auch auf Geräten der neusten Generation und spielen diese teilweise sogar in besserer Qualität ab. Auch im Bereich der Personal Computer leisten sich viele Anwender zwar einmalig eine neue Rechenmaschine, die so einiges drauf hat. Diese muss dann aber für ein paar Jahre in Betrieb bleiben und so kann es durchaus sein, dass technologische Fortschritte, trotz deren unglaublichen Leistungsfähigkeit, in den Regalen der Computergeschäfte liegen bleibt - ganz einfach weil kein Bedarf vorhanden ist.

Und dennoch: Es ist abzusehen, dass die Fortschritte bei der Entwicklung im Bereich von Video und Computer unaufhaltsam und rasant weitergehen wird. Es scheint sogar wahrscheinlich, dass die beiden Medien verschmelzen werden. Videos können schon heute online und in High Quality angeschaut werden und natürlich ließe sich ein solches Multifunktionsgerät auch mit weiteren Funktionen, zum Beispiel der Telefonie verbinden. Wer weiß: vielleicht wird das nächste Videogerät gleich eine E-Mail Funktion mitbringen und mit dem neuen Computer lassen sich alte VHS-Kassetten digitalisieren. Dem Fortschritt sei Dank!